Entscheide zu Art. 25a LAT
Neueste zuerst. Jeder Eintrag führt zur Detailseite mit Leitsatz, Zitat und amtlichem Volltext.
- BGer 1C_447/2024Der definitive Modellwahl einer Windkraftanlage kann im Rahmen der Baubewilligung auf der Grundlage eines oder mehrerer Typenmodelle erfolgen, sofern die technischen Merkmale und Schutzmassnahmen im Planungs- und Bewilligungsverfahren ausreichend definiert wurden. Die Abwägung der Umweltauswirkungen muss dabei auf den ungünstigsten…
- BGer 1C_411/2023Ein Plan d'affectation, der eine bestehende Teilplanung ersetzt, unterliegt nicht einer präjudiziellen Prüfung der alten Planung, wenn er selbst die Anpassung an veränderte Umstände vornimmt. Die Interessenabwägung muss alle relevanten öffentlichen und privaten Interessen berücksichtigen, wobei die Behörden über einen weiten…
- BGer 1C_208/2023Ein Hochwasserschutzprojekt mit Retentionsbecken in Rolle (VD) ist rechtmässig, wenn es notwendig und verhältnismässig zur Abwehr von Gefahren für Personen und wichtige Sachwerte ist. Die Prüfung von Varianten muss nur soweit erfolgen, als sie ernsthaft in Betracht kommen, und die Abwägung der Interessen (Schutz vor Hochwasser vs.…
- BGer 1C_452/2022Ein amovibler Ponton für eine Segelschule auf dem Genfersee kann in einer Schutzzone (Seerives) als zonenkonform nach Art. 22 LAT oder ausnahmsweise nach Art. 24 LAT bewilligt werden, sofern die Interessenabwägung keine überwiegenden öffentlichen Interessen (insbesondere Naturschutz) entgegenstehen lässt.
- BGer 1C_288/2023Ein kommunaler Nutzungsplan, der ein Gebiet in geschützte Landwirtschaftszone einstuft, ist rechtmässig, wenn er auf einer sachgerechten Interessenabwägung basiert und mit übergeordneten Planungsinstrumenten (PALM, PDCn, ISOS) sowie den Anforderungen an SDA konform geht. Eine vorzeitige Auszonung ist zulässig, wenn sie nicht zu…
- BGer 1C_545/2022Die Interessenabwägung zugunsten des öffentlichen Interesses an einer verbesserten Mobilitätsverbindung (Schulverkehr, Regionalverkehr, Tourismus) überwiegt die privaten Interessen der Grundeigentümer:innen, sofern die Variantenprüfung umfassend und die Gewichtung der Kriterien nachvollziehbar erfolgt.
- BGer 1C_546/2021Ein als 'zone de plans spéciaux' im PGA 2005 ausgewiesener Sektor gilt als Zone zu bauen, wenn er in einem bereits urbanisierten und im PALM als 'périmètre compact' erfassten Gebiet liegt und die planerischen Vorgaben (CUS, Etagenzahl, Abstände) hinreichend konkret sind. Ein präjudizieller Kontrollantrag gegen den PGA ist unzulässig,…
- BGer 1C_131/2021Eine kantonale Klassierungsentscheidung zum Schutz eines IFP-Objekts und von PPS erfordert keine qualifizierte Interessenabwägung nach Art. 6 Abs. 2 LPN, wenn keine schweren Eingriffe vorliegen. Die Massnahmen müssen jedoch den Schutz der inventarisierten Objekte gewährleisten und können durch eine freie Interessenabwägung nach Art. 3…
- BGer 1C_237/2021Die Interessenabwägung zwischen Naturschutz (IFP, PPS) und Tourismusnutzung im PAC Creux du Van ist rechtmässig, da die Eingriffe minimal sind und der Plan Schutzziele durch Kanalsierung und Monitoring fördert.
- BGer 1C_368/2020Die Interessenabwägung bei Eingriffen in ein Objekt des IFP muss den Schutz des Landschaftsbildes gemäss Art. 6 LPN besonders berücksichtigen. Ein Eingriff ist nur zulässig, wenn überwiegende nationale Interessen vorliegen und der grösstmögliche Schonung des Objekts durch Massnahmen wie Rekultivierung oder Ersatzmassnahmen gewährleistet…
- BGer 1C_209/2022Die getrennte Bewilligung zweier Teilprojekte eines Schulkomplexes verletzt weder das Koordinationsprinzip noch die Anforderungen an die Erschliessung nach Art. 19 LAT, sofern die Sicherheitsaspekte der Zugänge umfassend geprüft und die Interessen global abgewogen wurden.
- BGer 1C_474/2018Die Erstellung einer Fussgängerzone in einer engen Innenstadtgasse ist verhältnismässig, wenn sie öffentlichen Interessen wie der Aufwertung des Stadtbilds, der Förderung von Gewerbe und Sicherheit dient und die Eingriffe in Privateigentum und wirtschaftliche Freiheit nicht übermässig sind.
- BGer 1C_657/2018Das Bundesgericht bestätigt die grundsätzliche Zulässigkeit des Windparks Sainte-Croix unter der Bedingung, dass zusätzliche Massnahmen zur Schutz der Avifauna und zur Lärmminderung umgesetzt werden. Die Interessenabwägung zwischen Energieproduktion und Umweltschutz ist im konkreten Fall rechtmässig, sofern die gesetzlichen Vorgaben…
- BGer 1C_489/2019Die Adoption eines Sondernutzungsplans mit industriell-gewerblicher Zone ist unzulässig, wenn die Auswirkungen auf das Grundwasser und die gemäss Art. 20 LEaux zu definierenden Schutzzonen um einen Captage nicht hinreichend geprüft wurden.
- BGer 1C_231/2019Eine 32'761 m² grosse, als Sport- und Freizeitfläche genutzte Parzelle in der Zone IV 'Industrie' kann nicht als 'largely built' im Sinne von Art. 36 Abs. 3 LAT qualifiziert werden, da sie quantitativ und qualitativ eine eigenständige Funktion als Freiraum erfüllt und keine Lücke im bebauten Gebiet darstellt. Eine Baubewilligung für ein…
- BGer 1C_274/2019Ein Teilnutzungsplan (PPA) für ein Skigebiet muss die Zugangsregelungen zu den geplanten Zonen und Infrastrukturen bereits im Planungsstadium ausreichend prüfen, insbesondere wenn geschützte Naturgebiete betroffen sind. Die Abgrenzung von Bundesinventaren (z. B. Hochmoore) darf nicht ohne sachliche Begründung von den bundesrechtlichen…
- BGer 1C_222/2019Die Adoption eines Quartierplans, der die Dichte gegenüber dem allgemeinen Nutzungsplan erhöht, stellt keinen neuen Einzonungsakt dar, wenn der Grundstückscharakter bereits im PGA als baulandfähig festgelegt wurde. Eine inzidente Überprüfung der Gesamtplanung ist nur bei sensiblen Änderungen der Umstände zulässig, was hier nicht gegeben…
- BGer 1C_455/2018Ein Gestaltungsplan (Plan de quartier) kann von den Vorgaben des allgemeinen Nutzungsplans abweichen, sofern eine überzeugende Interessenabwägung vorliegt und die übergeordneten Planungsprinzipien eingehalten werden. Die Abweichung muss nicht nur sekundär sein, sondern kann auch grundlegender Natur sein, wenn sie auf einer sachgerechten…
- BGer 1C_72/2019Ein Bauprojekt kann während eines laufenden Remaniement parcellaire urbain (RPU) gemäss Art. 18 LRRL verweigert werden, wenn es die Umsetzung des RPU behindert, selbst wenn der zugrundeliegende Plan noch nicht in Kraft getreten ist.
- BGer 1C_228/2018Ein Plan localisé de quartier (PLQ) für ein Teilgebiet eines Grossprojekts (Maison de Vessy) ist rechtmässig, wenn er keine EIE-pflichtige Installation umfasst und die Umweltauswirkungen im Rahmen einer Notice d'impact sur l'environnement (NIE) ausreichend geprüft wurden. Die Aufteilung eines Projekts in mehrere PLQ ist zulässig, sofern…
- BGer 1C_366/2017Ein kommunaler Plan directeur (PDAU) ohne verbindliche Wirkung bedarf keiner speziellen Rechtsgrundlage oder Genehmigungsverfahren. Die schrittweise Umsetzung von Verkehrsprojekten verletzt den Koordinationsgrundsatz nicht, wenn jede Teilmassnahme ein in sich schlüssiges Ganzes bildet und die Lärmbelastung unter Berücksichtigung bereits…
- BGer 1C_48/2018Die Annahme eines Quartierplans und die Teilrevision eines Zonenplans sind nicht zu beanstanden, wenn die Verkehrsfragen im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung hinreichend geprüft wurden und die Sicherheitsbedenken erst im Baubewilligungsverfahren zu klären sind.
- BGer 1C_97/2017Die Bewilligung einer Passerelle zur Sicherung eines Wanderwegs in einer Landschaftsschutzzone ist rechtmässig, wenn die Sicherheitsinteressen die Belange des Landschaftsschutzes überwiegen und die Umweltauswirkungen durch Massnahmen minimiert werden. Eine globale Umweltbewertung nach Art. 8 LPE ist nicht erforderlich, wenn die…
- BGer 1C_551/2016Das System des Flurbereinigungsverbands mit realer Ausgleichung (péréquation réelle) bleibt auch nach Inkrafttreten der LAT-Revision vom 15. Juni 2012 (Art. 5 Abs. 1bis LAT) bundesrechtskonform. Die Mehrwertsteuer nach Art. 5 Abs. 1bis LAT schliesst andere kompensatorische Massnahmen wie die reale Ausgleichung nicht aus.
- BGer 1C_552/2016Die Annahme des Quartierplans Montenailles verletzt weder das Koordinationsprinzip nach Art. 25a LAT noch das Moratorium gemäss Art. 38a LAT, da der betroffene Perimeter bereits im PGA von 1993 als Bauzone ausgewiesen und die notwendigen Grundsätze für die Bauzone festgehalten wurden.
- BGer 1C_304/2016Die Revision eines Strassenalignements muss nicht zwingend mit einem Quartierplan koordiniert werden, wenn die rechtlichen Wirkungen unabhängig sind und keine widersprüchlichen Entscheidungen zu erwarten sind. Die Fixierung eines Alignements ist eine eigenständige Massnahme, die sich auf die Baugrenze beschränkt und keine Vorgaben für…
- BGer 1C_630/2015Die Aufteilung eines Planungsgebiets in drei Teilpläne (PPA) verstösst nicht gegen das Koordinationsprinzip, wenn die Pläne inhaltlich kohärent sind und die örtlichen Besonderheiten berücksichtigen. Ein CUS von 0,2 kann in landschaftlich sensiblen Gebieten am Seeufer zulässig sein, selbst wenn der kantonale Richtplan höhere Dichten…
- BGer 1C_515/2014Die Planungsbehörde muss im Rahmen der kantonalen Nutzungsplanung eine vollständige Umweltverträglichkeitsprüfung (EIE) für alle relevanten Auswirkungen eines Projekts durchführen, auch wenn Teile davon später in einer Bundesverfahren (PAP) geprüft werden. Eine unvollständige Projektbegründung und fehlende Abklärung von induzierten…
- BGer 1C_437/2015Ein kantonaler Planungsakt (PAC) zur Nutzung eines Depots für Aushubmaterialien kann auch ohne kommunale Zustimmung gültig sein, wenn die kantonale Kompetenz gewahrt und die kommunale Autonomie nicht unzulässig eingeschränkt wird. Die Beurteilung der Landschaftsbeeinträchtigung durch die Vorinstanz ist massgebend, sofern sie nicht…
- BGer 1C_582/2014Ein Plan partiel d'affectation (PPA) muss bei präzisen Projektvorgaben bereits im Planungsstadium die Konformität mit umweltrechtlichen Vorgaben prüfen; die Koordinationspflicht nach Art. 25a LAT erfordert eine ganzheitliche Abklärung aller relevanten Umweltaspekte, insbesondere bei verbundenen Vorhaben auf Land und Gewässer.
Die Leitsätze sind eigene, KI-gestützte Zusammenfassungen der amtlichen Volltexte (Stand 28.09.2026). Massgebend ist allein der Entscheid des Gerichts.