Entscheide zu Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG
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- VGer GR R 2024 11Eine auf Dächern in der Bauzone installierte Solaranlage ist im Meldeverfahren zulässig (Art. 18a RPG i.V.m. Art. 32a RPV), wenn sie unter anderem nach dem Stand der Technik reflexionsarm ausgeführt wird; «reflexionsarm» ist dabei nicht mit «blendfrei» gleichzusetzen. Eine Anlage, die den anerkannten Leuchtdichte-Grenzwert für…
- VGer GR R 2024 2Die Anforderung, dass ein Baugesuch bei Nicht-Eigentumsbauten vom Grundeigentümer mitunterzeichnet bzw. dessen Zustimmung vorgewiesen werden muss (Art. 89 Abs. 3 KRG, Art. 146 Abs. 1 BG), ist eine öffentlich-rechtliche Norm, die die Baubehörde von Amtes wegen anzuwenden hat; sie darf daher eine Baubewilligung von dieser Bedingung…
- VGer GR R 2021 76Nachbarn sind gegen die nachträgliche Feststellung des Umfangs altrechtlicher Wohnfläche und die darauf gestützte Umnutzungsbewilligung von Erst- in Zweitwohnungen nicht zur Beschwerde legitimiert, wenn sie durch die Zweckänderung nicht stärker berührt sind als die Allgemeinheit. Das Interesse an der Verhinderung künftiger Bautätigkeit…
- VGer GR R 2021 49Die Baubehörde ist im Baubewilligungsverfahren berechtigt und verpflichtet, die zivilrechtliche Gültigkeit einer Nutzungsübertragungsvereinbarung vorfrageweise in summarischer Prüfung zu beurteilen; eine weitergehende Prüfung von Willensmängeln (Übervorteilung, Irrtum, Täuschung, Furchterregung) obliegt dem Zivilrichter und nicht der…
- VGer GR R 2021 99Für die Verlängerung der Baubeginnfrist gilt intertemporalrechtlich das formelle Baurecht, das im Zeitpunkt des Verlängerungsentscheids in Kraft steht; Art. 91 Abs. 2 KRG (Fassung 1. April 2019) ist deshalb sofort auf alle hängigen Gesuche anzuwenden. Die Baubewilligung erlischt danach nicht innert Jahresfrist ab zulässigem Baubeginn,…
- VGer GR R 2021 44Fehlt dem Gesuchsteller bei Einreichung des Baugesuchs die Zustimmung des Grundeigentümers, ist die Baubehörde berechtigt, das Gesuch wegen offensichtlich fehlender Bauberechtigung nicht materiell zu behandeln; die Einsprache der Grundeigentümer gegen das Baugesuch stellt spätestens einen Widerruf der Vollmacht dar.
- VGer GR R 2020 85Eine geänderte bundesgerichtliche Praxis zur Auslegung von Art. 11 Abs. 3 ZWG begründet keine wesentlich geänderte Rechts- oder Sachlage im Sinne von Art. 25 VRG und stellt daher keinen Widerrufsgrund für eine formell rechtskräftige Baubewilligung dar. Rügen, die im Baubewilligungsverfahren hätten vorgebracht werden müssen, können im…
- VGer GR R 2020 11Die Frage, ob eine erstellte Einfriedung die Abstandsvorschriften gemäss Art. 76 Abs. 4 KRG tatsächlich einhält, ist nicht im Baubewilligungsverfahren, sondern im Rahmen der Bauabnahme zu klären. Einsprachekosten dürfen Einsprechenden nach Art. 96 Abs. 2 KRG nur auferlegt werden, wenn die Einsprache offensichtlich unzulässig oder…
- VGer GR R 2020 83Beantragt die Bauherrschaft Sanierungsarbeiten auf einem fremden Grundstück gestützt auf eine im Grundbuch eingetragene Grunddienstbarkeit, hat die Baubehörde zu prüfen, ob die geplanten Massnahmen vom Dienstbarkeitsinhalt gedeckt sind, bevor sie die Bewilligung verweigert. Die Gemeinde als Eigentümerin des dienenden Grundstücks ist…
- VGer GR R 2019 36Im Beschwerdeverfahren gegen eine Fristansetzung zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands bilden nur diese Fristansetzung und die Androhung der Ersatzvornahme den Streitgegenstand; Einwände gegen die Rechtmässigkeit früher in Rechtskraft erwachsener Bewilligungs- und Wiederherstellungsentscheide sind unzulässig.
- VGer GR R 2018 19Im Quartierplangebiet gilt als massgebliches gewachsenes Terrain das im Quartierplan festgelegte theoretische Höhenmodell (Art. 13 QPV), nicht das effektive Urgelände; eine Tiefgarage, deren Decke unterhalb dieses Terrains liegt und die nach aussen vollständig verdeckt ist, verletzt das Baufenstergebot materiell nicht, auch wenn die…
- VGer GR R 2017 86Eine Mobilfunkanlage in einer Gewerbemischzone ist nach Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG zonenkonform; die kommunale Baubehörde überschreitet ihr Ermessen, wenn sie eine durchschnittlich dimensionierte Anlage einzig aufgrund des Einordnungsgebots (Art. 73 Abs. 1 KRG) ablehnt, ohne dass erhöhte Ortsbildschutzanforderungen bestehen. Fehlt im…
- VGer GR R 2017 55Die Doppelnutzung bestehender Parkplätze für ein Kinocenter ist zulässig, wenn das Mitbenutzungsrecht dinglich gesichert ist und die verfügbare Kapazität zu den massgeblichen Betriebszeiten nachweisbar ausreicht; erforderlichenfalls ist die Baubewilligung durch eine entsprechende Auflage zu ergänzen. Eine Verletzung des rechtlichen…
Die Leitsätze sind eigene, KI-gestützte Zusammenfassungen der amtlichen Volltexte (Stand 11.10.2026). Massgebend ist allein der Entscheid des Gerichts.