Entscheide zu Art. 50 VRG
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- VGer GR R 2021 76Nachbarn sind gegen die nachträgliche Feststellung des Umfangs altrechtlicher Wohnfläche und die darauf gestützte Umnutzungsbewilligung von Erst- in Zweitwohnungen nicht zur Beschwerde legitimiert, wenn sie durch die Zweckänderung nicht stärker berührt sind als die Allgemeinheit. Das Interesse an der Verhinderung künftiger Bautätigkeit…
- VGer GR R 2021 78Das ISOS entfaltet im kommunalen Baubewilligungsverfahren keine unmittelbare Bindungswirkung für Private, solange seine Anforderungen nicht in der kommunalen Grundordnung grundeigentümerverbindlich umgesetzt sind; es kommt nur via entsprechend umgesetzter Grundordnung oder via Schutzverfügung zur Anwendung (Art. 11 VISOS). Eine…
- VGer GR R 2021 44Fehlt dem Gesuchsteller bei Einreichung des Baugesuchs die Zustimmung des Grundeigentümers, ist die Baubehörde berechtigt, das Gesuch wegen offensichtlich fehlender Bauberechtigung nicht materiell zu behandeln; die Einsprache der Grundeigentümer gegen das Baugesuch stellt spätestens einen Widerruf der Vollmacht dar.
- VGer GR R 2018 102Die Erteilung einer Baubewilligung für einen Ersatzneubau in einer historischen Dorfkernzone setzt eine vertiefte fachliche Auseinandersetzung mit der architektonischen Qualität und der ortstypischen Verankerung des Projekts voraus; blosse allgemeine Aussagen ohne sachliche Begründung genügen nicht. Eine Baubewilligung, welche die…
- VGer GR R 2019 27Die Jahresfrist für den Baubeginn (aArt. 91 Abs. 2 KRG) wird durch kommunale Wintersperrfristen und ausstehende Auflagen gehemmt, sodass ein Fristverlängerungsgesuch dreizehn Monate nach Baubewilligung rechtzeitig sein kann. Eine direkte Nachbarin ist gegen den Fristverlängerungsentscheid beschwerdelegitimiert, auch wenn sie gegen das…
- VGer GR R 2019 36Im Beschwerdeverfahren gegen eine Fristansetzung zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands bilden nur diese Fristansetzung und die Androhung der Ersatzvornahme den Streitgegenstand; Einwände gegen die Rechtmässigkeit früher in Rechtskraft erwachsener Bewilligungs- und Wiederherstellungsentscheide sind unzulässig.
- VGer GR R 2018 19Im Quartierplangebiet gilt als massgebliches gewachsenes Terrain das im Quartierplan festgelegte theoretische Höhenmodell (Art. 13 QPV), nicht das effektive Urgelände; eine Tiefgarage, deren Decke unterhalb dieses Terrains liegt und die nach aussen vollständig verdeckt ist, verletzt das Baufenstergebot materiell nicht, auch wenn die…
- VGer GR R 2017 92Die Betreiberin eines Hotels, die nicht Eigentümerin der von einer gemeindlichen Feststellungsverfügung (ausschliessliche Hotelnutzung) und einer Grundbuchanmerkung betroffenen Stockwerkeigentumseinheiten ist, hat kein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung dieser Verfügung und ist zur Beschwerde nicht legitimiert (Art. 50 VRG).
- VGer GR R 2017 64Die einzelnen Stockwerkeigentümer einer Stockwerkeigentümergemeinschaft sind nicht zur Beschwerdeerhebung beim Verwaltungsgericht legitimiert, wenn ausschliesslich die StWEG als Körperschaft im vorinstanzlichen Einspracheverfahren als Partei aufgetreten ist und damit der Instanzenzug nicht eingehalten wurde.
- VGer GR R 2017 55Die Doppelnutzung bestehender Parkplätze für ein Kinocenter ist zulässig, wenn das Mitbenutzungsrecht dinglich gesichert ist und die verfügbare Kapazität zu den massgeblichen Betriebszeiten nachweisbar ausreicht; erforderlichenfalls ist die Baubewilligung durch eine entsprechende Auflage zu ergänzen. Eine Verletzung des rechtlichen…
- VGer GR R 2017 38Eine Fristverlängerung für die Bauvollendung darf nicht gewährt werden, wenn die Bauherrschaft die ihr während mehrerer Jahre zur Verfügung stehende Zeit nicht genutzt hat, mit dem Bau der ausstehenden Gebäude zu beginnen; wirtschaftliche oder pekuniäre Gründe für die Untätigkeit sind nicht massgebend. Wird die unberechtigte…
Die Leitsätze sind eigene, KI-gestützte Zusammenfassungen der amtlichen Volltexte (Stand 11.10.2026). Massgebend ist allein der Entscheid des Gerichts.