Entscheide zu § 203 Abs. 1 PBG
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- BRG ZH BRGE II Nr. 0059/2025Die Inventarentlassung eines Weinbauernhauses aus dem 17. Jahrhundert ist nicht zu beanstanden, wenn die Fachstelle Denkmalpflege und die Gemeinde trotz Schutzwürdigkeit des Objekts vertretbar zum Schluss gelangen, auf eine Unterschutzstellung zu verzichten; ein abweichendes Minderheitsvotum des Gerichts ist im Entscheid festzuhalten.
- VGer ZH VB.2023.00208Liegt ein Baugrundstück im Perimeter eines kommunalen Natur- und Landschaftsschutzobjekts, ist die Einordnung nach dem strengeren § 238 Abs. 2 PBG (gute Gestaltung) zu beurteilen, nicht bloss nach Abs. 1 (befriedigende Gestaltung); eine unterlassene Prüfung dieses Massstabs durch die Vorinstanz kann vom Verwaltungsgericht nicht ersetzt…
- BRG ZH BRGE III Nr. 0163/2023Das öffentliche und private Lärmschutzinteresse überwiegt die durch § 238 PBG geschützten ortsbild- und denkmalschützerischen sowie ästhetischen Interessen nicht, wenn der Alarmwert nicht überschritten ist und Alternativmassnahmen nicht geprüft wurden; eine 93,5 m lange Lärmschutzwand in einer Kernzone mit inventarisierten Gebäuden ist…
- BRG ZH BRGE I Nr. 0057/2023Die Abdeckung oder Entfernung historischer Hausnamen an denkmalgeschützten Gebäuden beeinträchtigt den Schutzumfang nach § 204 Abs. 1 PBG; das Interesse an der Beseitigung rassistisch empfundener Inschriften ist durch Kontextualisierung als schonendere Alternative zu berücksichtigen.
- VGer ZH VB.2022.00065Verbandsbeschwerderecht besteht auch dann, wenn eine Inventarisierung der betroffenen Liegenschaft offensichtlich zu Unrecht unterblieben ist. Verfügt ein Gebäude über einen besonderen Situationswert und teilweise über alte Substanz, ist es als potenziell schutzwürdig zu betrachten und die unterbliebene Inventarisierung ist…
- BRG ZH BRGE III Nr. 0151/2020Bei historischen Gebäuden in schützenswerten Kernzonen sind Holzfenster mit aussenliegenden Sprossen zu verlangen, auch wenn dies Mehrkosten verursacht; die Forderung nach authentischen Materialien und originalgetreuen Konstruktionsdetails ist verhältnismässig und stellt keine unzumutbare Eigentumseinschränkung dar.
- VGer ZH VB.2018.00314Gefährdet ein Bauprojekt ein inventarisiertes Objekt, muss vorab ein Schutzentscheid getroffen werden; eine Auflage in der Baubewilligung, welche die Beeinträchtigung des inventarisierten Objekts untersagt, schafft die Voraussetzungen für die vorläufige Bewilligungserteilung.
- VGer ZH VB.2015.00362§ 203 PBG (Unterschutzstellung) ist auf den Substanzschutz ausgerichtet; die Unterschutzstellung von Nutzungen ist mangels ausreichender gesetzlicher Grundlage unzulässig. Eine Gerichtsgebühr, die das Verbandsbeschwerderecht übermässig erschwert, ist auf ein zumutbares Mass herabzusetzen.
Die Leitsätze sind eigene, KI-gestützte Zusammenfassungen der amtlichen Volltexte (Stand 02.10.2026). Massgebend ist allein der Entscheid des Gerichts.